Das Buch vom Auto

Mensch — Stadt — Auto im Konflikt?

Im städtischen Nahverkehr schneller als das A uto- mobil: Kurzgelenk-Straßenbahnzüge „KT4D“ aus den Prager Tatrawerken

Bemühen wir noch einmal die Verkehrsstatistik, die besagt, daß sich 80 bis 85% des gesamten Kraftverkehrs in den Städten abwickeln. So werden die Straßen von Groß-Tokio — um ein besonders extremes Beispiel anzuführen — täglich von 6 Millionen Kraftfahrzeugen frequentiert. Andere statistische Angaben sind nicht weniger alarmierend: Mehr als 70% der Verkehrsunfälle entfallen auf den Stadtverkehr. Es kommt hinzu, daß die von regelrechten »Verkehrsthrombosen« geplagten Millionenstädte und Ballungsräume zugleich die Zentren der Umweltverschmutzung sind. (more…)

Published: February 26, 2016 | Comments: 0

Straßen der Zukunft

Ein erfolgreicher Amerikaner aus Köln : Ford "15 M" (1957)

Wenngleich die Straßen der Zukunft den heutigen Stadt- und Überlandautobahnen im Grundprinzip gleichen mögen, so dürften sie sich in einem Punkt wesentlich von ihnen unterscheiden: in ihrer Ausrüstung. Auch die Straßenausrüstung soll den Kraftfahrer vor Unfällen bewahren, zumal die Statistik besagt, daß 10 bis 15% der Gesamtunfälle auf mangelnde Fahrbahnmarkierungen oder ungenügende Straßenausrüstungen zurückzuführen sind. Eine der Hauptunfallursachen bei Überlandfahrten büdet das ungewollte Ab weichen von der Fahrbahn, wie es bei verminderter Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit des Fahrers häufig geschieht. In fast allen Ländern sind deshalb die Autobahnen im Mittelstreifen und an gefährdeten Außenseiten mit Leitplanken armiert. Die sowjetischen Verkehrsfachleute haben auf dem Moskauer Autobahn-Außenring eine andere Methode versuchsweise eingeführt, der die Kraftfahrer den vielsagenden Namen »Wecker« gaben. Es handelt sich dabei um eine beiderseitige Abgrenzung der Richtungsfahrbahnen mit besonderen Wellplatten. Gerät ein Fahrer aus den vorgenannten Gründen auf diese Platten, so beginnt das Fahrzeug heftig, aber ungefährlich zu vibrieren, daß er sofort aufmerksam wird und seinen Wagen schleunigst auf die Fahrbahn zurücklenkt. (more…)

Published: February 26, 2016 | Comments: 0

Auch Autos sollen länger leben

Mechanisierung und A utomatisierung kennzeichnen die Kraftfahrzeugproduktion in den sozialistischen Ländern : Taktstraße zur Bearbeitung von Zylinderblöcken im Lichatschow-A utomobilwerk Moskau

In den kraftfahrtechnischen Forschungsinstituten und Entwicklungsbüros ist die Vorbereitung einer neuen PKW-Generation für die achtziger Jahre in vollem Gange. Als mittlere Richtwerte für den Gebrauchswagen der mittleren Leistungsklasse werden genannt: Gesamtlänge 3 bis 4 m (Grundfläche 6 m2), rund 700 bis 750 kg Eigenmasse, 1 100 bis 1 300cm3 Hubvolumen, wobei der Motor so ausgelegt sein soll, daß er bei 100 km/h (Spitze 130 km/h) im sparsamen Teillastbereich gefahren werden kann (Durchschnittsverbrauch max. 81/100km). Andere kon- struktive Grundprinzipien und Details hat der Leser im vorangegangenen Kapitel kennenge- lemt. (more…)

Published: February 26, 2016 | Comments: 0

Die Sicherheit steht obenan

Im Chrashtest werden die Fahrzeuge auf die Einhaltung der ECE-Vorschriften und anderer Sicherheitsbestimmungen überprüft, um Aufschluß über mögliche Verletzungen der Fahrzeuginsassen unter konkreten Unfallbedingungen zu gewinnen

Aus einer von den Vereinten Nationen 1970 veröffentlichten Statistik geht hervor, daß seit der Erfindung des Automobils nahezu 3,5 Millionen Verkehrstote in der Welt zu beklagen sind. Das entspricht etwa der doppelten Bevölkerungszahl der Mongolischen Volksrepublik oder der Gesamtbevölkerung Neuseelands. Mit zunehmender Verkehrsdichte sind seither die Unfallziffern in allen Ländern der Welt, die DDR nicht ausgenommen, weiter angestiegen. (more…)

Published: February 26, 2016 | Comments: 0

Perspektiven des Hubkolbenmotors

Eine sportlich-elegante Repräsentationslimousine -der „Tatra 613“

Die Weiterentwicklung des Viertakt-Verbren-  nungsmotors vollzieht sich unter den beiden  aktuellen Aspekten: Erhöhung der Wirtschaft-  lichkeit (Leistungssteigerung bei gleichzeitiger  Senkung des Kraftstoffverbrauchs) und Ver- iringerung der Abgasschadstoffe. Die eingeschlagenen Lösungswege gehen vielfach ineinander über. Wie man den Hubkolbenmotoren mehr Leistung abgewinnen kann, zeigen die Rennfahrzeuge. Aber der Hubraumvergrößerung und der Erhöhung der Motordrehzahl sind materialtechnische und — besonders mit dem Blick auf das Alltagsautomobil — ökonomische Grenzen gesetzt. Um durch bessere Verbrennung eine höhere Leistung zu erzielen, versuchtendie Rennwagenkonstrukteure schon Am ang der zwanziger Jahre mittels Kompressor dem Kraftstoff gemisch mehr Sauerstoff zuzuführen. Der »Kompressorära« ist in unserem Buch ein eigener Abschnitt gewidmet. (more…)

Published: February 26, 2016 | Comments: 0

Eine Wiederentdeckung: Der Stirlingmotor

Schema des Stirling motors

Der Heißgasmotor ist fast so alt wie die Gasturbine. Er geht auf eine Erfindung des schottischen Pastors Robert Stirling zurück, unter dessen Namen er 1826 patentrechtlich geschützt wurde.

Der Erfinder und seine Zeitgenossen glaubten, damit das Perpetuum mobile gefunden zu haben. Mangelnde Kenntnisse der Thermodynamik und fehlende Werkstoffqualitäten ließen den Stirlingmotor jedoch bald in Vergessenheit geraten, verhinderten seinen Durchbruch gegenüber der Dampfmaschine und dem Verbrennungsmotor. Erst auf der Suche nach neuen Antriebssystemen, die den Abgasvorschriften entsprechen, wurde er wiederentdeckt. (more…)

Published: February 25, 2016 | Comments: 0

Spekulationen um den und mit dem Rotationskolbenmotor

NSU-Spider "Ro 80" (mit Wankelmotor)

Eine echte Revolutionierung der Motortechnik erwartete die Fachwelt vom Rotationskolbenmotor, dessen Entwicklungsgeschichte in fataler Weise an den spektakulären Geburtsakt des Dieselmotors erinnert. Am 20. Januar 1960 stellte die NSU-AG den ersten betriebsreifen »Wankelmotor« der Öffentlichkeit vor. Felix Wankel, der gelernte Verlagskaufmann, feierte an jenem Januartag ein ungewöhnliches Jubiläum: Seit Beginn der Entwicklungsarbeiten an seinem Kreiskolbenmotor waren 25 Jahre ins Land gegangen. (more…)

Published: February 25, 2016 | Comments: 0

Comeback des Elektromobils

Erprobung des Elanetomobils„Lunar Rover"

Der Leser unseres Buches kennt die Begleitumstände, unter denen das Elektromobil im vorigen Jahrhundert debütierte, kennt die Ursachen, die es im Wettbewerb mit der »Benzine« unterlegen sein ließen. Erinnern wir uns daran, daß schon damals Fachleute vom Format eines Nikolaus August Otto prophezeiten, die große Stunde der Elektrofahrzeuge werde schlagen, sobald ein leichter Akkumulator von großer Kapazität gefunden sei. Die Suche nach einem geräuscharmen und abgasfreien Antriebssystem rückten den batteriegespeisten Elektromotor erneut in das Blickfeld der Entwicklungsingenieure. Seither laufen in fast allen Ländern der Welt, die Kraftfahrzeuge produzieren, Versuchsmuster und Prototypen von Elektromobilen mit verschiedenartigen Stromquellen, Enendeerzeu- gern und Energiespeichern. (more…)

Published: February 25, 2016 | Comments: 0

Mit dem Auto durch die Luft?

Fahrzeuge mit Elektroantrieb befinden sich in allen Automobilländern in Entwicklung und Erprobung

Daß eine andere phantastische Idee, nämlich die vom »fliegenden Automobil«, technisch realisiert werden konnte, geht wiederum auf die Entwicklung leistungsfähiger Gasturbinen zurück. Zwei Meldungen der sowjetischenNachrichtenagentur TASS, die Anfang der sechziger Jahre verbreitet wurden, vorweg: (more…)

Published: February 25, 2016 | Comments: 0

Probefahrt im »Raketenauto«

Ein ausgereifter Sportwagen der Mittelklasse : Skoda-Roadster "Felicia"

Unsere ereignisreiche Zeit drängt manches erinnerungswürdige historische Ereignis unver dienterwe.se in den Hintergrund oder laßt es gar in eigessenheil geraten. Wer kann z.B den Tag nennen, an dem sich zum erstenmal in der Ge schichte der Menschheit ein bemanntes Fahrzeug, ein Auto, mit Hilfe von Raketen vorwärts bewegte? Das geschah am 12. April 1928 auf der Teststrecke der Opelwerke in Rüsselsheim. (more…)

Published: February 25, 2016 | Comments: 0